Kaffee ist ein dunkles Getränk, an das man sich erst gewöhnen muss” so hieß es bis vor kurzem. Doch bemerken immer mehr Kaffeetrinker, daß Kaffee nicht gleich Kaffee ist. Im Gegenteil Kaffee kann viel mehr Geschmacksnuancen haben als man annimmt – aber wie kommt so etwas zustande? Das versuchen wir Ihnen hier möglichst kurz zu erklären.
Erst einmal: das was wir Kaffeebohne nennen ist im eigentlichen Sinne der Kern der Kaffeefrucht.
Und mit dem „Kaffee” ist es so wie mit allen natürlichen Erzeugnissen. Als Beispiel nehmen wir mal die Tomate.
Wer kennt das nicht – man kauft sich Tomaten und freut sich auf diesen einzigartigen, unverwechselbaren Geschmack, beißt rein und .. na ja es schmeckt nicht so wie in der Kindheit; oder gar nach den Tomaten die man mal im Urlaub gegessen hat oder liebevoll in seinem Garten mit viel Liebe Sorgfalt und Licht hat wachsen lassen.
Nun mit dem Kaffee ist es auch nicht anders. Es gibt „guten” Kaffee und es gibt schlechten Kaffee” und dabei ist es in erster Linie völlig egal ob, dieser sich Hochlandkaffee, Arabica, Robusta oder sonst wie nennt.
Jetzt nehmen wir erst einmal eine gute Kaffeebohne und denke: prima, das wird ein guter Kaffee. Stimmt leider nicht!
Denn jetzt kommt es auf die Verarbeitung an. Es gibt 2 verschiedene Röstverfahren.
„langsames Rösten bei niedriger Temperatur”
Das bedeutet der Kaffee wird traditionell bei einer Temperatur von ca. 200 Grad Celsius für ca. 20 Minuten geröstet, gewendet und verarbeitet. Anschließend wird er abgekühlt ( mit Luft ).
Dieses Röstverfahren hat den Vorteil, daß dem Kaffee die unangenehmen Bitterstoffe entzogen werden.
Das 2 Röstverfahren sieht dagegen etwas anders aus.
In der heutigen Zeit ( Zeit = Geld ) röstet man den Kaffee bei 123 Grad Celsius für 23 Minuten. Da der Kaffee aber dann sehr heiß ist und natürlich nicht völlig verbrennen soll wird er anschließend mit kaltem Wasser abgeschreckt.
Dieses Verfahren hat dann den Vorteil, daß man, im großen Maßstab gesehen, unheimlich viel Zeit spart und demzufolge auch mehr verarbeiten kann. Jedoch gibt man dem Kaffee nicht die Möglichkeit die Bitterstoffe ( zumindest die unangenehmen) zu verlieren, des Weiteren ist Kaffee nun mal leider keine Normware die eine Bohne ist größer und die andere wiederum etwas kleiner und das hat dann den Effekt das die kleinen Bohnen verbrennen.
Dabei sei angemerkt: Ein Espresso, der aus ca. 55 Kaffeebohnen besteht, braucht nur eine einzige verbrannte Bohne, um den Geschmack zu verderben.
Der 2 Nachteil ist, daß der Kaffee sich mit Wasser voll saugen kann ( beim Abkühlen) und das kann dazu führen, daß nach einer gewissen Zeit die Bohne innerlich anfängt zu gären, was dann diesen modrigen Geruch ausmacht oder gar Bauchschmerzen erzeugen kann.
Dann wird der Kaffee noch gemischt ( um unterschiedliche Geschmacksrichtungen zu erzeugen) und in eine schöne Tüte gepackt. Das Auge isst ja schließlich mit.
So jetzt wissen sie schon einmal mehr. Es ist also keine Frage; Kaffee ist nicht Kaffe.
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